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2017-05-04-Eisenmann Besuch

9. Mai 2017

Bildung in Baden-Württemberg auf neuen Wegen – Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann auf Tour durch Marbach und das Bottwartal

Die Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann war am 4. Mai 2017 zu Gast im Wahlkreis des Landtagsabgeordneten Fabian Gramling. Beim Besuch am Friedrich-Schiller-Gymnasium (FSG) in Marbach führte der Schulleiter Christof Martin die Ministerin zum Projektunterricht der Begabtenklassen, zur Internationalen Klasse und einer Gruppe von Schülern, die im Fach Naturwissenschaft und Technik spektakuläre Forschungsarbeiten durchführt. Außerdem tauschte sich Eisenmann mit dem Bürgermeister Jan Trost aus und nahm sich für die Fragen und Wünsche der Schülersprecher des FSG Zeit.

In Großbottwar traf sich die Kultusministerin mit den Schulleitern des hiesigen Schulzentrums, um anschließend im großen Saal der Alten Schule von Lembach vor rund 140 Gästen über die neue Ausrichtung und die Ziele der Bildungspolitik in Baden-Württemberg zu sprechen. Der gastgebende CDU-Landtagsabgeordnete Fabian Gramling verdeutlichte bei seiner Begrüßung bereits die Wichtigkeit der Durchlässigkeit in der Bildungslandschaft. „Ich durfte unser Bildungssystem sehr intensiv kennenlernen. Von der Mittleren Reife, über die Ausbildung, das Abitur über den zweiten Bildungsweg, sowie zwei Studiengänge – auch berufsbegleitend. Durch die hier gemachte Erfahrung weiß ich: So vielfältig und einzigartig jeder Mensch ist, so vielfältig muss auch das Bildungsangebot sein“, sagte Gramling.

Dr. Susanne Eisenmann betonte in ihrem Vortrag, dass sie an einigen Stellen ein Qualitätsproblem an den Schulen festgestellt habe, was sich nicht zuletzt an den vergleichsweise schlechten Testergebnissen von baden-württembergischen Schülern im bundesweiten Vergleich festmachen lasse. Folglich gelte der Qualitätsverbesserung jetzt ihr Augenmerk.

Mit Blick auf den unter Grün-Rot forcierten Aufbau von Gemeinschaftsschulen sagte die Ministerin: „Ich habe allen Schularten gegenüber denselben Respekt“. Letztlich würden auch die Eltern durch die Schulwahl mit entscheiden, wie sie den einzelnen Schularten gegenüberstehen. Sowohl in ihrem Vortrag als auch in der anschließenden Diskussion nahmen die Themen Ganztagesschule und Lehrerversorgung großen Raum ein. Sie wolle in Baden-Württemberg weiter dem Prinzip „Kurze Beine, kurze Wege“ folgen. Die Lehrerversorgung sei in diesem Zusammenhang eine große Herausforderung, könne aber bewerkstelligt werden. Auf die Frage nach der Wahlfreiheit bei der Ganztagesschule signalisierte die Ministerin: „Mit mir gibt es keine Zwangsbeglückung, die Wahlfreiheit bleibt erhalten“.

“Die Ministerin war sehr authentisch, nicht glattgeschliffen“ sagte nach Ende der Veranstaltung ein Besucher des Abends. Er spiegelte damit dem Eindruck vieler wider, die eine Kultusministerin erlebten hatten, die nicht nur gut aufgelegt und kompetent in der Sache war, sondern auch einmal eine dezidiert andere Meinung im Raum stehen lassen konnte und um keine Antwort verlegen schien.