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Mitteilung

19. Juli 2017

Friedrich-Schiller-Gymnasium in Marbach und Friedrich-Schelling Gemeinschaftsschule in Besigheim werden Pilotschulen zur Förderung leistungsstarker Schülerinnen und Schüler

„Die individuelle Förderung ist der Schlüssel für eine leistungsstarke und leistungsgerechte Bildungspolitik. Mit der Förderung leistungsstarker Schülerinnen und Schüler schafft das Land Raum für mehr individuelle Förderung. Wir freuen uns darüber, dass das Friedrich-Schiller-Gymnasium in Marbach und die Friedrich-Schelling Gemeinschaftsschule in Besigheim als Pilotschulen beteiligt sind“, sagt der CDU-Landtagsabgeordnete Fabian Gramling.

Die beiden Schulen werden ab dem kommenden Schuljahr zu Pilotschulen zur Förderung leistungsstarker und potenziell besonders leistungsfähiger Schüler. Das Friedrich-Schiller-Gymnasium nimmt mit einem Hochbegabtenzug teil. Die gemeinsame Initiative von Bund und Ländern legt ein besonderes Augenmerk auf die Potenziale von Kindern und Jugendlichen aus weniger bildungsnahen Elternhäusern oder mit Migrationshintergrund sowie für Mädchen im MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik). „Es geht darum, alle Schüler unabhängig von Herkunft, Geschlecht oder sozialem Status so zu fördern, dass für alle Kinder und Jugendlichen ein bestmöglicher Lern- und Bildungserfolg gesichert ist“, betont der Abgeordnete.

Der Projektzeitraum ist in zwei Phasen aufgeteilt: Kern der ersten Phase, vom kommenden Schuljahr bis zum Schuljahr 2021 / 2022 ist eine modulare Struktur, in deren Rahmen Schulen schulische und außerunterrichtliche Strategien und Maßnahmen zur Förderung leistungsstarker und potenziell besonders leistungsfähiger Schüler entwickeln beziehungsweise weiterentwickeln. Die Arbeit innerhalb der Kernmodule wird wissenschaftlich unterstützt und begleitet. Kern der zweiten Phase der Initiative, bis zum Schuljahr 2026 / 2027, ist der Transfer der Ergebnisse in die Praxis. Die in der ersten Phase beteiligten Schulen fungieren dabei als Multiplikatoren für andere Schulen.  Zudem soll sich Partnern aus der Wirtschaft sowie in diesem Bereich bereits engagierten Stiftungen und Vereinen die Möglichkeit bieten, sich zu beteiligen.

Das Land trage über die gesamte Laufzeit die Kosten aus der erforderlichen Unterstützung der teilnehmenden Schulen sowie den zusätzlichen Beratungs- und Betreuungsaufgaben für Schulaufsicht und Landesinstitute. Insgesamt wird das Land jährlich Mittel im Umfang von 5 Mio. Euro für die erste Phase und von 7,5 Mio. Euro für die zweite Phase einsetzen. „Wir wollen allen Kindern und Jugendlichen geeignete Formen des Lehrens und Lernen sowie auf sie zugeschnittene Angebote der Beratung und Begleitung in ihrem Bildungsgang anbieten. Qualität soll in der Bildungspolitik im Vordergrund stehen. Hierzu ist die Initiative ein wichtiger und richtiger Schritt“, sagt Fabian Gramling abschließend.

Insgesamt 39 Schulen aus Baden-Württemberg profitieren von der Förderinitiative. Bundesweit nehmen bis zu 300 Schulen an der Umsetzung der Förderinitiative teil.