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Mitteilung

8. Januar 2018

Integrationsmanager können starten – Land stellt Mittel zur Verfügung

Landtagsabgeordnete Fabian Gramling (CDU) und Daniel Renkonen (Grüne) freuen sich: „Das bundesweit einmalige Projekt gibt den Kommunen für die nächsten Jahre Planungssicherheit und soll dabei helfen, dass sich anerkannte Flüchtlinge schneller integrieren können“

Gute Nachrichten für alle Kommunen in Baden-Württemberg, die Integrationsmanager für die Sozialberatung von Geflüchteten einstellen möchten: Wie die beiden Landtagsabgeordneten Fabian Gramling (CDU) und Daniel Renkonen (Grüne) mitteilen, haben die Kommunen jetzt Klarheit über die Höhe der ihnen dafür vom Land zur Verfügung gestellten Mittel.

Das Sozial- und Integrationsministerium und die Kommunalen Landesverbände haben sich auf eine Verteilung der 116 Millionen Euro verständigt, die das Land den Kommunen während der zweijährigen Laufzeit des Paktes für Integration für das Integrationsmanagement bereitstellt. Davon profitieren auch die Städte und Gemeinden im Wahlkreis Bietigheim-Bissingen, die jetzt Mittel abrufen beziehungsweise beantragen können. Im Einzelnen stehen folgende Mittel zur Verfügung:

Affalterbach – 36.620 €
Besigheim – 82.792 €
Benningen am Neckar – 32.639 €
Bietigheim-Bissingen – 121.800 €
Erdmannhausen – 36.620 €
Erligheim – 20.698 €
Freiberg am Neckar – 68.463 €
Freudental – 21.494 €
Gemmrigheim – 20.698 €
Großbottwar – 39.804 €
Hessigheim – 19.106 €
Kirchheim am Neckar – 56.522 €
Löchgau – 42.988 €
Marbach am Neckar – 113.043 €
Mundelsheim – 30.251 €
Murr – 17.514 €
Oberstenfeld – 45.377 €
Pleidelsheim – 42.192 €
Steinheim an der Murr – 84.384 €
Walheim – 27.067 €

„Bisher sind Flüchtlinge weitestgehend auf sich alleine gestellt gewesen“, erklärt Renkonen.  Die Integrationsmanager würden nun eine professionelle Betreuung und Begleitung für Flüchtlinge mit abgeschlossenen Verfahren gewährleisten. Das Konzept eines flächendeckenden und strukturierten Integrationsmanagements nach der vorläufigen Unterbringung sei bundesweit bislang einzigartig. „Es soll dazu beitragen, dass aus Flüchtlingen bald Mitbürgerinnen und Mitbürger werden“, so Renkonen. Gramling freut sich darüber, „dass das Land mit dieser Maßnahme vor allem auch den kommunalen Verwaltungen unter die Arme greift und Planungssicherheit gibt.“

Die Gemeinden können jeweils entscheiden, ob sie selbst Integrationsmanager beschäftigen oder sich mit anderen Gemeinden zusammenschließen und gemeinsam einen Antrag stellen möchten. Antragsberechtigt sind eine oder mehrere Kommunen, wenn sie laut Planungsrahmen Mittel in Höhe von mindestens 51 000 Euro in Anspruch nehmen könnten. Kommunen, die laut Planungsrahmen unter dieser Summe liegen, müssen sich mit anderen Kommunen zusammenschließen.

Hintergrund:
Zentrale Aufgabe von Integrationsmanagern ist die individuelle und niedrigschwellige Sozialberatung und -begleitung für Geflüchtete in der Anschlussunterbringung. Am Beginn jeder Beratung steht das Erstellen des Integrationsplans. In diesem werden die persönlichen Daten (z. B. Qualifikationen und Kompetenzen, Schulbildung und Berufsabschluss, individuelle Entwicklungen) und die zu erreichenden Ziele schriftlich fixiert. Dabei geht es unter anderem um Fragen des Spracherwerbs, der Arbeitsmarktintegration, der Anerkennung ausländischer Qualifikationen sowie um Wohnen, Schule und Bildung. Der Integrationsplan wird kontinuierlich fortgeschrieben. Mit Hilfe des Integrationsmanagements sollen Geflüchtete in die Lage versetzt werden, vorhandene Strukturen und Angebote selbständig nutzen zu können.