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Bild Schleuse Neckar Heidelberg

16. Januar 2018

Steigendes Güteraufkommen wird zur Herausforderung für baden-württembergische Verkehrsinfrastruktur – Heute Schleusen für Morgen bauen

Fabian Gramling MdL: „Die Wasserstraße muss den Straßenverkehr stärker entlasten.“

„Wir brauchen einen schnellen Ausbau der Neckarschleusen“, sagt der Landtagsabgeordnete Fabian Gramling. Nur mit einem gesamtheitlichen Blick auf den Verkehr im Land, könne man die Mobilitätsfragen der Zukunft beantworten.

Laut Bundesverkehrswegeplan 2030 wird das Güterverkehrsaufkommen in Baden-Württemberg um 21% von 2010 bis 2030 ansteigen. „Die Wasserstraße hat noch deutlich mehr Kapazitäten als unsere Straßen. Um den Verkehr auf unseren Straßen zu reduzieren, muss das Potential der Wasserstraßen besser genutzt werden“, so Gramling. Angesichts dieser Entwicklung plädiert der CDU-Landtagsabgeordnete den Blick auf die Binnenschifffahrt zu richten. Eine Frage sei, wie die baden-württembergische Infrastruktur mit dem steigenden Güterverkehrsaufkommen mithalten kann. „Daran hängen auch Arbeitsplätze im Land“, warnt Gramling.

An der Güterverkehrsleistung hat die Binnenschifffahrt in Baden-Württemberg aktuell einen Anteil von ca. 12 Prozent und im Vergleich zu anderen Verkehrsträgern gebe es auf dem Neckar noch ausreichend Kapazitäten. Unter den wichtigsten Verkehrsträgern hat die Binnenschifffahrt jedoch die geringsten Wachstumsraten. „Aus diesem Grund muss der Erhalt und vor allem der Ausbau der Infrastruktur, sprich der Schleusen auf dem Neckar, vorangetrieben werden“, sagt Gramling. Mit einer modernen, bedarfsorientierten und zuverlässigen Infrastruktur könne es gelingen, „mehr LKW vom Asphalt auf das Wasser zu verlagern.“ Das diene nicht nur dem Güter- sondern auch dem Individualverkehr im Land. Daher begrüße er die Aufnahme der Verlängerung der Neckarschleusen zwischen Mannheim und Plochingen in den Vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans 2030. „Damit die Wasserstraße Neckar für den Güterverkehr mittel- und langfristig attraktiv bleibt beziehungsweise wird, ist es unabdingbar, dass die Schleusen für moderne 135-Meter-Schiffe tauglich gemacht werden“, erklärt Gramling.

In einer Kleinen Anfrage an das Landesverkehrsministerium hat sich Fabian Gramling über die aktuellen Entwicklungen der Binnenschifffahrt auf dem Neckar informiert und sich nach den aktuellen und anstehenden Baumaßnahmen erkundigt. In seinem Wahlkreis Bietigheim-Bissingen wird ab 2018 die rechte Kammer der Schleuse in Besigheim instandgesetzt. In Planung sind die Grundinstandsetzung und Verlängerung der linken Schleusenkammer in Pleidelsheim und die Grundinstandsetzung und Verlängerung der rechten Schleusenkammer in Marbach. In Pleidelsheim soll 2025 und in Marbach 2023 mit dem Bau begonnen werden.

„Die Entwicklung geht in die richtige Richtung und der Wille ist bei allen Akteuren zu erkennen. Dennoch will ich den Abschluss der Modernisierung der Wasserstraße Neckar noch miterleben“, sagt Gramling. Der kommende Bundesverkehrsminister könne sich bereits auf einen regen Austausch mit dem Landtagsabgeordneten einstellen.