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2017-03-07-Banner Radwegunterführung

7. März 2018

Radwegunterführung: Gramling zeigt sich enttäuscht und überrascht

Der CDU-Landtagsabgeordnete Fabian Gramling, dem über die Presse bekannt geworden ist, dass sich das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur dem Vorschlag des Regierungspräsidiums Stuttgart, die neue B 27-Brücke mit einer Ampelregelung anstelle einer Radwegunterführung zu bauen, angeschlossen hat, reagiert enttäuscht über die Ablehnung aus Berlin. „Bei zahlreichen Gesprächen vor Ort und auch beim Klingelprotest im März 2017 habe ich das große Interesse der Menschen vor Ort für die Unterführung erfahren. Ich halte eine Unterführung an dieser Stelle für absolut sinnvoll und notwendig und habe mich deshalb immer wieder aktiv dafür eingesetzt. Schade ist, dass dies nicht überzeugt hat“, zeigt sich der Abgeordnete ernüchtert.

„Überrascht bin ich ehrlicherweise aber auch über die Positionierung von Verkehrsminister Hermann, welche er bei seinem Besuch am Montagabend in Besigheim eingenommen hat“, so Gramling. Der Landtagsabgeordnete teilt mit: „Laut Berichterstattung habe der Minister gesagt, dass eine Ampelregelung ‚der geplante tödliche Unfall‘ sei und er eine Radwegunterführung befürworte. So sehr ich diese Positionierung des Ministers begrüße, muss ich feststellen, dass mir diese neu ist. Das Regierungspräsidium Stuttgart hat sich immer wieder darauf berufen, dass das Landesverkehrsministerium mit Schreiben vom 02.09.2013 entschieden hätte, der weiteren Planung eine höhengleiche Querung des Enztalradwegs über die B 27 zugrunde zu legen und auch mir persönlich hat der Minister noch im Dezember 2016 geantwortet, dass die Vorteile deutlich bei der höhengleichen Querung mit Signalanlage liegen und man insbesondere aus Gründen der Verkehrssicherheit diese Möglichkeit als Vorzugsvariante gewählt habe. Diese Einschätzung hielt ich immer für falsch. Nicht zuletzt deshalb bedurfte es 2017 ja der von mir initiierten Gespräche zwischen Abgeordneten, dem Verkehrsministerium Baden-Württemberg und den Bürgermeistern Dautel und Bühler, bei welchen man sich als Ministerium aber auch nicht derart positioniert hatte.“

„Es ist erfreulich, dass der Minister nun auf politischem Wege eine Lösung suchen möchte. Ich werde ihn dabei unterstützen, da meines Erachtens die besseren Argumente eindeutig für eine Radwegunterführung sprechen und das Projekt für die Raumschaft, insbesondere mit Blick auf den Radtourismus, sehr wichtig ist. Die Erwartungen sollten aber nicht allzu gesteckt werden. Man hat in Stuttgart gesehen, welche dicke Bretter es zu bohren gilt“, so Gramling.

Unabhängig von der Radwegunterführung zwischen Besigheim und Walheim sei es dem Abgeordneten ein besonderes Anliegen, dass das Radfahren weiter an Attraktivität gewinne. Dies könne aber nur mit sicheren und gut ausgebauten Radwegen gelingen. „Bevor wir überhaupt über Radschnellwege diskutieren, sollten wir unser Radwegenetz ausbauen und attraktiver gestalten. Das fördert das Radfahrern im Alltag und ist deutlich kostengünstiger.“