Aktuelles

Nachrichten | Informationen | Termine

Zurück
Mitteilung

12. Juli 2018

Der Landtagsabgeordnete Fabian Gramling will Vereine und das Ehrenamt unterstützen

„Baden-Württemberg ist ein Ehrenamtsland. Gemeinnützige Organisationen leisten einen erheblichen Beitrag für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und unser Gemeinwohl. Ehrenamtliches Engagement zu besteuern halte ich für kontraproduktiv“, sagt der CDU-Landtagsabgeordnete Fabian Gramling. Er begrüßt damit eine Initiative des Landes Baden-Württemberg im Bundesrat.

Vergangene Woche wurde ein Antrag zur Vereinfachung des Steuerrechts eingebracht, der das freiwillige Engagement in den vielen Vereinen unterstützen soll. Zwar gilt prinzipiell, dass Vereine und gemeinnützige Organisationen bei ihren Tätigkeiten auf Basis ihrer Satzung von den Ertragssteuern befreit sind, allerdings stellt der sogenannte wirtschaftliche Geschäftsbetrieb eine Ausnahme dar. „Darunter fällt beispielsweise der Getränke- und Speisenverkauf auf dem Sommerfest. Auf die Gewinne fallen Körperschafts- und Gewerbesteuer an“, erläutert Gramling. Für solche Fälle gilt bislang eine Steuerfreigrenze bis 35.000 Euro Einnahmen im Jahr. Diese Grenze will Baden-Württemberg mit dem Entschließungsantrag beim Bundesrat auf 45.000 Euro anheben.

Fabian Gramling wolle Vereine und das Ehrenamt noch weiter unterstützen und hatte sich unabhängig vom Antrag der Landesregierung beim Bundesrat an die baden-württembergische Finanzministerin Edith Sitzmann gewandt. Konkret geht es um das Vereinssponsoring. Gramling fordert die Ministerin auf, sich beim Bund für eine Anpassung bei der Gewährung von Geld oder geldwerten Vorteilen von Unternehmen zur Förderung von Vereinen oder gemeinnützigen Organisationen einzusetzen. Hierzu habe er die Einführung einer generellen steuerlichen Freigrenze für die finanzielle Unterstützung von Vereinen durch Unternehmen vorgeschlagen.

„Das Sponsoring stellt für unsere Vereine den größten Teil der Vereinsfinanzierung dar. Dieses Engagement müssen wir von politischer Seite fördern. Es kann nicht sein, dass die Unterstützung eines Vereins für Unternehmer ein Risiko darstellt, weil die steuerliche Anrechenbarkeit und im Nachhinein eine Abzugsfähigkeit in Frage gestellt wird“, so der Abgeordnete.