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17. Oktober 2016

Blog #4: Arbeitswelt 4.0 – Fluch oder Segen?

Arbeitswelt 4.0 – Fluch oder Segen?

Die Arbeitswelt ist im Wandel. Wo früher noch Menschen mit der Hand am Arm Autos und Maschinen zusammengeschraubt haben, stehen heute neben Facharbeitern technisches Hilfswerkzeug. Die Fertigungsstraßen sind hell und sauber, als sei man in einem Operationssaal. Die Vernetzung zwischen Mensch und Maschine wird im Rahmen der Digitalisierung die Arbeitswelt in ein neues Zeitalter führen.

Dabei wird die Digitalisierung unsere Arbeitswelt fundamental verändern. Gerade für das Innovationsland Baden-Württemberg birgt diese Entwicklung große Potentiale. Bereits heute können ganze Produktionsabläufe in der Fertigung mit intelligenten Programmen gesteuert werden. Für die Arbeitswelt bedeutet dies die Schaffung neuer, attraktiver Arbeitsplätze, welche durch flexible Arbeitszeitkonten und neue lebensphasenorientierte Arbeitszeitmodelle zu mehr Innovation, Produktivität und Lebensqualität führen kann.

Diesen Prozess gilt es von Seiten der Politik zu moderieren und proaktiv zu begleiten.

Die Angst, dass neue Technologien Arbeits- plätze vernichten, die Gesellschaft umkrempeln und sich nur zum Vorteil einiger Weniger auswirken kann, ist nicht neu. Diese Sorge führte bereits vor zwei Jahrhunderten, als sich die Industrialisierung in Großbritannien etablierte, zu heftigen Kontroversen. Die Menschen sprachen damals nicht von der „industriellen Revolution“, sondern von der sogenannten „Maschinenfrage“.

Was vor über 200 Jahren galt, gilt auch heute: So nahm beispielsweise in der deutschen Automobilindustrie die Beschäftigung zwischen 2010 und 2015 mit steigender Automation zu und nicht ab. Diese Entwicklung zeigt: Die interaktive Kooperation zwischen Mensch und Technik birgt große Potentiale für unseren Wirtschaftsstandort. In der Arbeitswelt von Morgen wird es nicht Maschine gegen Mensch heißen, sondern Mensch mit Maschine.