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12. Januar 2017

Fabian Gramling kann Kritik am Flächenverbrauch im Kreis Ludwigsburg nicht nachvollziehen

Der CDU-Landtagsabgeordnete Fabian Gramling äußert sich verwundert über die Aussagen des Grünen-Abgeordneten Daniel Renkonen. Mit Blick auf den möglichen erhöhten Autoverkehr, hatte dieser den Flächenverbrauch im Landkreis Ludwigsburg kritisiert.

Fabian Gramling erklärte, dass sich die Kommunen an den Regionalplan halten müssten. Dieser stimme die Siedlungsentwicklung auf das Nahverkehrsangebot ab und stelle qualitativ und quantitativ angemessene Flächen für die Siedlungsentwicklung bereit. Der aktuelle Regionalplan sehe vor, den Flächenverbrauch insbesondere aus ökologischen und ökonomischen Gründen deutlich zu reduzieren. Zudem müssten neue Gewerbe- oder Bauflächen ein streng geregeltes Genehmigungsverfahren durchlaufen. „Dass der Kollege nun von einem ‚teilweise ungestümen‘ Flächenverbrauch der Gemeinden im Kreis Ludwigsburg spricht, kann ich nicht nachvollziehen“, sagte Gramling.

Obwohl der Bevölkerungsdruck im Kreis enorm hoch sei, hätten die Kommunen fast keinerlei Entwicklungsmöglichkeiten mehr. Der Wohnungsbau, „egal ob innen oder außen“, sei durch die in der letzten Legislaturperiode unter grün-rot novellierte Landesbauordnung zusätzlich erschwert worden.

Renkonen hatte das Neubaugebiet Affalterbacher Straße/Kreuzäcker der Stadt Marbach als Negativbeispiel ausgemacht. Gramling entgegnete, dass die Innenentwicklung in Marbach in der Vergangenheit intensiv vorangetrieben wurde, um nur im letztmöglichen Fall die letzten Flächen im Außenbereich zu bebauen. Der gewissenhafte Umgang mit der Flächennutzung zeige sich auch daran, dass das Neubaugebiet in drei Abschnitten umgesetzt wird. „Es ist eine bedarfsorientierte Entwicklung, die gewährleistet, dass das das Projekt sorgfältig und nachhaltig angegangen wird“, lobte Gramling den Bürgermeister und die Gemeinderäte.

Der arbeitsmarktpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion erinnerte auch an die Wirtschaft in der Region, die Arbeitsplätze schaffe und somit Wohlstand generiere. „Wir müssen schon heute an morgen denken. Die ansässigen Unternehmen brauchen Entwicklungsmöglichkeiten, ansonsten gefährden wir Arbeitsplätze und schaden unseren Kommunen nachhaltig. Durch die Unterstützung der Vereine vor Ort haben die Unternehmen außerdem eine starke gesellschaftspolitische Funktion inne.“

Gramling sei sich sicher, dass für viele Grüne in den kommunalen Gremien, die Kritik ihres Parteikollegen ebenfalls schwer zu verstehen sei. Er selbst bevorzuge einen konstruktiven und respektvollen Umgang mit den kommunalen Mandatsträgern.