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8. März 2017

Teilerfolg im Kampf um die Radwegunterführung

Erneute Prüfung: Entscheidung über die Radwegunterführung in Besigheim und Walheim fällt vor der Sommerpause

Beim heutigen Gespräch, auf Initiative des Abgeordneten Fabian Gramling, mit den Bürgermeistern Steffen Bühler und Albrecht Dautel und weiteren kommunalen Vertretern der Kommunen mit dem Verkehrsminister Winfried Hermann konnten sich die Beteiligten auf eine erneute Prüfung der Radwegunterführung beim Ersatzneubau der Enzbrücke B 27 einigen.

Die Verwaltung des Verkehrsministeriums erläuterte zu Beginn ihre Beweggründe für die derzeitige Planung mit höhengleicher Querung der B 27 mit Hilfe einer Bedarfsampel. Demgegenüber brachten die Bürgermeister ihre Argumente für eine Radwegunterführung der B27 vor. Diese Argumente wurden gehört, jedoch traten im Verlauf des Gespräches Fragen auf, die in den nächsten Monaten bis zur Sommerpause geklärt werden sollen. Neben dem konkreten Verkehrsaufkommen von Kraftfahrzeugen und Radfahrern sollen die Kosten, sowie die ökologischen Beeinträchtigungen der Unterführung ermittelt werden. Ferner wird das Gespräch mit dem Bund gesucht, welcher die Kosten einer Radwegunterführung zu tragen hätte. Zudem wird eruiert, welche zeitliche Verzögerung durch eine Neuplanung eintritt.

Fabian Gramling, der sich in vergangenen Monaten in einem umfangreichen Schriftverkehr mit den Behörden für die Unterführung eingesetzt hatte, wertet das Ergebnis des Gesprächs mit dem Minister grundsätzlich positiv.

„Ich freue mich, dass der Minister sich die Zeit genommen hat, sich die berechtigten Belange der örtlichen Vertreter anzuhören und die Entscheidung seines Hauses hinterfragen möchte. Das ist ein wichtiger Teilerfolg für die Menschen vor Ort. Gerade in den letzten Wochen hat sich gezeigt, dass den Bürgern nicht vermittelt werden kann, weshalb an dieser Stelle auf eine moderne Radinfrastruktur, welche der Minister „Land auf, Land ab“ propagiert, verzichtet werden soll. Dieser Eindruck hat sich im Dialog mit den Bürgern auf dem Klingelprotest nochmals verfestigt“, schlussfolgert der Landtagsabgeordnete nach dem Gespräch.

„Die Diskussion hat gezeigt, dass gerade wenn die Bundesstraße in Zukunft schneller befahrbar sein könnte, eine Radwegunterführung unter dem Aspekt der Sicherheit nicht nur wünschenswerter Komfort, sondern notwendig ist. Ebenso hat sich gezeigt, dass die Mehrkosten bei einem solch nachhaltigen Bauwerk vertretbar sind, insbesondere mit Blick auf den jahrzehntelangen Mehrwert“, sagt Gramling abschließend.