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2. Oktober 2017

„Keine Denkverbote“ – Fabian Gramling MdL will offene Diskussion über ein Mobilitätskonzept für das Bottwartal

„Die Situation zu den morgendlichen und abendlichen Hauptverkehrszeiten im Bottwartal ist unerträglich“, sagt der CDU-Landtagsabgeordnete Fabian Gramling. Vor dem Hintergrund des stetig wachsenden Verkehrsaufkommens im Verdichtungsraum zwischen Stuttgart und Heilbronn will der Abgeordnete eine offene Diskussion für ein Mobilitätskonzept im Bottwartal. Dabei dürfe es „keine Denkverbote“ geben.

„Ein Mobilitätskonzept muss alle denkbaren Mobilitätsarten bestmöglich, sprich nutzerfreundlich, umweltfreundlich und bezahlbar, miteinander vernetzen. Dabei denke ich an den Bahnhof in Marbach als sogenannte Mobilitätsdrehscheibe“, erklärt Gramling. Der Bahnhof biete sich an, da er bereits heute das „Tor des Bottwartals in Richtung Landeshauptstadt“ wäre und bereits über ausreichend „Park+Ride“- und „Bike+Ride“- Parkplätze, sowie einen Busbahnhof verfüge. Der Bahnhof würde als „Mobilitätsdrehscheibe“  jedoch nur dann akzeptiert werden, wenn die Nutzer möglichst stressfrei nach Marbach kommen. Das sei vor allem zu den Stoßzeiten nicht der Fall – „egal ob mit dem Bus oder dem eigenen Fahrzeug.“ Ein schlüssiges Mobilitätskonzept beinhalte für Gramling deshalb auch den weiteren Ausbau beziehungsweise die Optimierung der Straßen.

Als Beispiel führt der Abgeordnete die „katastrophale Situation“ auf der Landesstraße 1110 zwischen Murr und Marbach an. Gramling hatte dies bereits in der Vergangenheit mit dem Verkehrsministerium Baden-Württemberg diskutiert. „Ein großer zweispuriger Kreisverkehr zwischen Murr, Benningen und Marbach könnte die Situation entspannen“, findet Gramling. Das Verkehrsministerium teile diese Einschätzung bislang nicht. Wenigstens, so Gramling, gebe es fortgeschrittene Gespräche für einen Umbau der Oehler-Kreuzung.

Das dürfe jedoch nicht das Ende der „Gedankenspiele“ rund um die Zukunft der Mobilität im Bottwartal sein. Das Bottwartal mit Marbach als Mobilitätsdrehscheibe müsse für innovative Verkehrskonzepte genutzt werden. Gramlings Idee: Halbautonome Elektrobusse zwischen Murr und Marbach, die auf dem bisherigen Feldweg entlang der alten Bahntrasse fahren. „Baden-Württemberg will sich in den nächsten Jahren wieder zum Innovationsland aufschwingen. Dabei wird die Automobilindustrie eine Schlüsselrolle spielen. Autonomes Fahren und Elektromobilität sind die Zukunftsthemen in diesem Bereich. Dafür braucht es Testfelder. Warum keins im Bottwartal?“ Nach erfolgreicher Startphase könnte das Projekt bis nach Oberstenfeld ausgeweitet werden, so Gramling. Er sei zuversichtlich, dass die Idee eine „Win-Win-Situation“ für alle Beteiligten werden könne.

Das Testfeld solle keine Konkurrenz zur Reaktivierung der Bottwartalbahn darstellen. „Wir brauchen ein Konzept, dass auf mehreren Beinen steht, das Alternativen bietet. Dabei muss man alle Möglichkeiten einbeziehen, nur dann kann die beste Lösung für Marbach und das Bottwartal erzielt werden“, erklärt Gramling.