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4. Dezember 2017

Staatssekretär Volker Schebesta in Freiberg – Neubau der Oscar-Paret-Schule und Bildungskonzept der Zukunft im Mittelpunkt

Auf Einladung des CDU-Landtagsabgeordneten Fabian Gramling war der Staatssekretär des Kultusministeriums, Volker Schebesta, zu Gast in Freiberg. Dabei ging es um die zukünftigen Herausforderungen, besonders nach dem Wegfall der Werkrealschule, für den Schulverbund. Auch über den Neubau des Schulgebäudes wurde diskutiert.

„Aus dem Schulversuch „Kooperative Gesamtschule“ von 1975 ist seit 1988 ein Schulverbund gewachsen, der vielen Schulen im Land als Vorbild dienen kann“, sagte Fabian Gramling bereits zu Beginn des Besuchs.

Aktuell beschäftigen sich die Stadt Freiberg und die Oscar-Paret-Schule intensiv mit dem geplanten Neubau der Schule mit Mensa. Das bisher veranschlagte Budget für den Verbund aus Gemeinschaftsschule, Realschule und Gymnasium liegt bei 70 Millionen Euro. Zu den Sommerferien im Jahr 2021 soll die Schule fertig sein. Anschließend werde der Neubau der Sporthalle auf dem Gelände des alten Schulgebäudes realisiert. „Mit dem Neubau haben wir die Möglichkeit alle Schularten in intensiverem Kontakt in einem Gebäude unterzubringen. Das ermöglicht neue Formen der Interaktion von Schülerinnen und Schülern“, so Schulleiter Bernhard Joos.

Bislang würden beispielsweise Arbeitsgemeinschaften für Schüler aller Schularten angeboten. In Zukunft könne die heterogene Schülerschaft stärker, flexibler und vielfältiger miteinander vernetzt werden. Das freut auch Patrick Sirch und Charlotte Roßkopf, Schülersprecher der Oscar-Paret-Schule. Gymnasiasten, Realschüler und Gemeinschaftsschüler würden sich bislang nur in den Arbeitsgemeinschaften begegnen. Durch die gemeinsamen Jahrgangscluster erhoffen sie sich ein stärkeres Zusammengehörigkeitsgefühl und gegenseitiges Verständnis zwischen den verschiedenen Schularten. Damit würde man auch die Durchlässigkeit zwischen den verschiedenen Schularten weiter verbessern – „auch nach dem Wegfall der Werkrealschule, die mit Beginn des Schuljahrs 2013/2014 eingestellt wurde und sich gerade im letzten Schuljahr befindet“, ergänzte Schulleiter Joos.

Staatssekretär Schebesta betonte, dass die Durchlässigkeit zwischen den Schularten ein wichtiges und erfolgreiches Wesensmerkmal des Schulsystems Baden-Württembergs sei. Darauf kommt es gerade nach dem Wegfall der Verbindlichkeit der Grundschulempfehlung an. „Ein Schulwechsel ist oftmals ein großer Einschnitt für einen Schüler. Neue Mitschüler, neue Lehrer, neues Umfeld. Ein Schulwechsel darf kein Stolperstein für den weiteren Bildungsweg sein. An der Oscar-Paret-Schule ist es bereits leichter als an anderen Schulen. Das wird sich mit dem Neubau weiter verbessern“, so Schebesta.

Nach dem Neubau werde die Schule einer eigenen kleinen Stadt gleichen. Für die Stadt Freiberg sei es daher besonders wichtig, dass der Neubau über einen zentralen Verwaltungstrakt verfügen wird. Bürgermeister Dirk Schaible erinnerte daran, dass die Schule von der Anzahl des Personals mit einem mittelständischen Unternehmen zu vergleichen wäre. Rund 150 Lehrkräfte sind für über 1500 Schülerinnen und Schüler zuständig. „Die Arbeit der Schulverwaltung wird durch den zentralen Verwaltungstrakt erleichtert.“