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2. März 2018

CDU-Landtagsabgeordneter hat das Handwerk im Fokus

Fabian Gramling MdL: „Ohne die richtigen Fachkräfte sind Herausforderungen der Zukunft nicht zu bewältigen“

„Die aktuellen Arbeitsmarktzahlen sind Grund zur Freude, aber auch Mahnung, sich nicht auf der guten Beschäftigungslage auszuruhen. Das gilt besonders für das Handwerk im Landkreis Ludwigsburg. Die demografische Entwicklung, der Trend zum Studium und der hohe Wettbewerb um Arbeitskräfte in der Region macht der Branche zu schaffen. Ohne die richtigen Fachkräfte wird es in Zukunft nicht gelingen, die Herausforderungen von Digitalisierung, Innovationswettlauf, Energiewende und Globalisierung zu bewältigen“, sagt der CDU-Landtagsabgeordnete Fabian Gramling, nachdem er sich beim Wirtschaftsministerium über die derzeitige Situation des Handwerks im Landkreis Ludwigsburg erkundigt hat.

Die Zahl der Auszubildenden ist 2007 bis 2015 von 2418 auf 1788 stetig gesunken. Im Jahr 2016 mit 1851 im Vergleich zum Vorjahr erstmals wieder gestiegen. Gleichzeitig hat sich die Gesamtzahl der gemeldeten Arbeitsstellen im Handwerk im Landkreis Ludwigsburg während der letzten zehn Jahre fast stetig erhöht. Im Jahr 2017 lag die Zahl der gemeldeten Arbeitsstellen bei 768 und damit zum ersten Mal seit 2013 wieder unter dem Vorjahreswert. Ob von einer Trendwende gesprochen werden könne, müssten die kommenden Jahre zeigen. „Aber es ist ein erstes Zeichen dafür, dass es mit der richtigen Politik funktionieren kann“, so Gramling.

Der arbeitsmarktpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion betont, dass die baden-württembergische Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut im Bereich des Handwerks bereits wichtige Maßnahmen ergriffen habe. Im Rahmen der Personaloffensive Handwerk 2025 fördere das Ministerium acht Personalberater bei den Handwerkskammern in Baden-Württemberg, die den Betrieben kostenlose Beratungen, insbesondere zu den Themenbereichen „Personal finden“, „Personal binden“ und „Betriebsnachfolge“ anbieten. Begleitend werde derzeit eine digitale Informations- und Wissensplattform erstellt, die Betriebsinhaber über Strategien zur Nachwuchs- und Fachkräftegewinnung und -bindung informieren und praxistaugliche Beispiele, Instrumente und Werkzeuge zur Umsetzung aufzeigen und bereitstellen sollen.

Um die Zahl der Ausbildungsverträge im Handwerk zu erhöhen und Ausbildungsabbrüche im Handwerk zu vermeiden, fördert das Wirtschaftsministerium landesweit in regionalen Projekten Ausbildungsbegleiterinnen und -begleiter, welche Auszubildende und deren Betriebe unterstützen. Träger der Ausbildungsbegleitung im Landkreis ist die Handwerkskammer Region Stuttgart. Zusätzlich wird eine landesweite Koordinierungsstelle gefördert, welche die regionalen Projekte unterstützen und weiterentwickeln soll.

Fabian Gramling sei es diesbezüglich ein besonderes Anliegen, dass Schule und regionale Wirtschaft noch stärker miteinander vernetzt werden. „Wir müssen die duale Ausbildung noch stärker in den Fokus von Schülern, Eltern und Lehrern rücken. Das Handwerk bietet ausgezeichnete Zukunftsperspektiven. Durch den intensiven und frühzeitigen Austausch können Unternehmen Schülern Einblicke in die Arbeitswelt ermöglichen und mit weit verbreiteten Klischees aufräumen.“ Der Landkreis sei diesbezüglich bereits gut aufgestellt. Alle Hauptschulen, Werkrealschulen, Gemeinschaftsschulen und Realschulen im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Schulamtes Ludwigsburg haben Bildungspartnerschaften beziehungsweise Kooperationen mit Betrieben.

Besonders erfreulich sei die Zahl der Teilnehmer mit bestandener Meisterprüfung im Handwerk im Landkreis. Diese ist in den vergangenen Jahren stetig gestiegen. Dennoch fordert Gramling: „Die finanziellen Hürden für den beruflichen Aufstieg müssen endlich abgebaut werden. Um die berufliche Bildung gerade im Handwerk weiter aufzuwerten, muss die öffentliche Finanzierung der Meisterprüfung stärker an das Hochschulstudium angeglichen werden.“ Damit unterstreicht der arbeitsmarktpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion erklärt seine Unterstützung für den sogenannten „Meisterbonus“, der Einzug in den  Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD gefunden hat.