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15. April 2020

Fabian Gramling warnt vor unerwünschtem Gast

In Krisenzeiten zeigt sich, wie stabil ein System ist, wie stark unsere Demokratie ist und in der Corona-Krise wird sich zeigen, wie viel unser Gesundheitssystem leisten kann, möglicherweise auch, weil viele über sich hinauswachsen. Es zeigt aber auch, wie sicher unsere digitale Infrastruktur ist.

Zwar stellt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aktuell keine Zunahme von Cyberangriffen fest, aber es ist absehbar, dass der baden-württembergische Mittelstand und die kleinen Unternehmen vor einer großen Herausforderung in diesem Bereich stehen. „Die Corona-Krise hat viele in unserer Gesellschaft in das digitale Zeitalter katapultiert, nicht nur im Privaten, um sich per FaceTime mit seinen Enkeln zum virtuellen Kaffeeplausch zu treffen, sondern auch im Beruflichen“, sagt der CDU-Landtagsabgeordnete und Vorsitzende der Kommission „Digitalisierung“ der CDU Baden-Württemberg, Fabian Gramling.

Viele Unternehmen hätten ihre Mitarbeiter zum Infektionsschutz ins Homeoffice geschickt, um eine unnötige Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern, sagt Fabian Gramling und gibt zu bedenken: „Damit uns diese Vorsichtsmaßnahme nicht auf die Füße fällt, muss aber auch die IT-Infrastruktur einen entsprechenden Sicherheitsstandard haben.“

Große Unternehmen mit viel Erfahrung mit Homeoffice und Telearbeit hätten das notwendige Knowhow und die entsprechende IT-Infrastruktur, um auf die neue Herausforderung zu reagieren. Bei kleinen Unternehmen sehe das jedoch oft anders aus. „Es ist sicherer mit dem firmeneigenen Laptop auf das Unternehmensnetzwerk zuzugreifen, als mit einem privaten Endgerät. Allerdings haben kleine Unternehmen häufig nicht die IT, um das umzusetzen. Das öffnet oftmals Sicherheitslücken“, warnt Gramling. Aus diesem Grund hat er sich mit einer Kleinen Anfrage zum diesem Thema an die Landesregierung gewandt.

Um seine führende Wettbewerbsposition als Hochtechnologie- und Exportland zu erhalten, müsse Baden-Württemberg das wertvolle Knowhow seiner zahlreichen Weltmarktführer und seine kritischen Infrastrukturen besonders schützen. Vor diesem Hintergrund sei es wichtig, dass das baden-württembergische Innenministerium derzeit eine Cybersicherheitsagentur Baden-Württemberg vorbereitet. Diese soll die verschiedenen Akteure in diesem Bereich miteinander verzahnen und einen einheitlichen Informationsfluss, eine einheitliche Strategie sowie ein abgestimmtes Handeln sicherstellen. Dafür hat der Landtag von Baden-Württemberg im Haushalt 2020/2021 insgesamt 13 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Außerdem wird derzeit geprüft, ob die Aktivitäten der Cyberwehr BW, die derzeit im Gebiet der IHK Karlsruhe getestet wird, auf das ganze Land ausgeweitet werden können. Sie dient als professionelle Kontakt- und Beratungsstelle für kleine- und mittlere Unternehmen. Hinzu kommen verschiedene Sensibilisierungsmaßnahmen des Landes zu IT-Sicherheitsfragen und die Unterstützung für die Erforschung und Entwicklung von IT-Sicherheitstechnologien in Baden-Württemberg. „Die Antwort der Landesregierung zeigt, dass wir auf einem guten Weg sind und verschiedene wichtige Maßnahmen eingeleitet worden sind, welche die IT-Sicherheit in unserem Land weiter stärken werden“, zeigt sich Fabian Gramling überzeugt.

Der arbeitsmarktpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion wünsche sich, dass die Unternehmen in Baden-Württemberg das flexible Arbeiten auch nach der Corona-Krise ohne Sorgen fortführen können: „Auch wenn es hier und da noch Kinderkrankheiten gibt, hat das Coronavirus gezeigt, dass flexibles Arbeiten in vielen Bereichen möglich ist. Ich habe den großen Wunsch, dass wir die gewonnene Erfahrung für die moderne Arbeitswelt von morgen nutzen und nach der Krise nicht automatisch zurück zur Stempelkarte gehen.“