Aktuelles

Nachrichten | Informationen | Termine

Zurück

8. Mai 2020

Messwerte in der Schlossstraße über dem Grenzwert: Fabian Gramling spricht sich für Filteranlagen in Ludwigsburg aus

Vergangene Woche hat die Landesanstalt für Umwelt (LUBW) die Ludwigsburger Luftwerte für Januar bis März 2020 veröffentlicht. An fast allen Messpunkten lag der Stickstoffdioxidwert unter oder nur leicht über dem Grenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. Doch Autofahrer können nicht aufatmen, denn ein Fahrverbot schwebt weiterhin wie ein Damoklesschwert über Ludwigsburg. An der Messstelle in der Schlossstraße haben sich Messwerte über dem Grenzwert verstetigt. Das führt zu neuen Diskussionen.

Wenn es nach dem CDU-Landtagsabgeordneten Fabian Gramling geht, ist die Sachlage klar: Die Luft wird seit Jahren immer besser. Fahrverbote – egal in welcher Form – müssen deshalb vom Tisch. Er begründet das unter anderem mit den Erfahrungen während des Corona-Lockdowns in Stuttgart. „Es war am Neckartor zu beobachten, dass sich die Stickstoffdioxidbelastung trotz geringerem PKW- und LKW-Verkehr auf gleichem und teilweise sogar höherem Niveau bewegt hat“, erklärt Gramling. Die bisherigen Angaben, wonach ein beträchtlicher Teil der Luftschadstoffe vom Diesel stamme, müssten demnach hinterfragt werden. „Auf dieser Grundlage darf es keine weiteren Fahrverbote geben – weder in Stuttgart noch sonstwo in Baden-Württemberg“, fordert der CDU-Politiker.

Im Sinne aller Bürgerinnen und Bürgern sei die Politik gefördert, die Luftqualität ohne Fahrverbote weiter zu verbessern. Dazu müsse das Land den Kommunen in den nächsten Monaten noch stärker unter die Arme greifen. Eine Maßnahme zur schnellen Senkung der Stickstoffdioxidwerte seien Filteranlagen der Firma Mann+Hummel, die in Stuttgart erfolgreich getestet worden sind. Für Fabian Gramling seien diese auch eine Option für die Schlossstraße in Ludwigsburg. Das Verkehrsministerium hatte dem Landtagsabgeordneten Ende 2019 bestätigt, dass mit den Filteranlagen eine Minderung der Belastung mit Luftschadstoffen wie Feinstaub oder Stickstoffdioxid zwischen 5 bis 10 Prozent erreicht wird. „Die Untersuchungsergebnisse haben bestätigt, dass räumlich verteilte Filteranlagen an Hotspots der Luftbelastung eine geeignete Luftreinhaltemaßnahme sind. Wenn durch gezielte Maßnahmen wie der Einsatz von Filteranlagen zonale Fahrverbote verhindert werden können, müssen diese Maßnahmen auch ohne Wenn und Aber umgesetzt werden“, so Gramling.

Genau darum gehe es auch in Ludwigsburg, denn die absolute Mehrheit der Messergebnisse in der Stadt seien durchweg positiv ausgefallen. Fabian Gramling sieht das Land und insbesondere Verkehrsminister Winfried Hermann in der Pflicht, die Kommunen bei der Beschaffung solcher Filteranlagen zu unterstützen, um unverhältnismäßige Fahrverbote zu verhindern. „Winfried Hermann muss beweisen, dass es ihm nicht um Ideologie, sondern um die Bürgerinnen und Bürger geht“, sagt Fabian Gramling abschließend.