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7. September 2020

Starke Zukunft für den Standort Bietigheim

„Bosch gibt dem Standort Bietigheim eine starke Zukunft“, resümiert MdL Fabian Gramling sein Gespräch mit der Geschäftsführung von Bosch Automotive Steering. So bedauerlich die Schließung der Fertigung und der damit verbundene Abbau von Arbeitsplätzen sei, so zukunftsorientiert sei der weitere Ausbau Bietigheims als „Ideenschmiede und Entwicklungszentrum für Lenksysteme und Sensorik“, so der Abgeordnete.

 „Ich habe volles Verständnis für jeden, der sich um seinen Arbeitsplatz Sorgen macht“, sagte der Bietigheimer Landtagsabgeordnete, der sich von Hanns Bernd Ketteler, Mitglied der Geschäftsführung von Bosch Automotive Steering, den Sozialtarifvertrag für die Beschäftigten erläutern ließ. Dabei erneuerte Ketteler die Zusage, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bei der Vermittlung in alternative Arbeitsplätze in zumutbarer Nähe – zum Beispiel in Feuerbach oder Waiblingen – zu unterstützen und ihnen weitere sozialverträgliche Lösungen wie beispielsweise Vorruhestandsregelungen anzubieten. Leider seien diese Angebote jedoch bislang auf wenig Zuspruch gestoßen. Der bereits 2016 mit dem Betriebsrat abgeschlossene Sozialtarifvertrag sieht vor, die Fertigung in Bietigheim bis Ende 2021 stark zu reduzieren. Bosch hat inzwischen angekündigt, anschließend die Fertigung ganz zu aufzugeben und stattdessen den Entwicklungsbereich auszubauen.

Beeindruckt zeigte sich der Abgeordnete, der von Thomas Wiesbauer (Fraktionsvorsitzender der CDU im Gemeinderat) sowie Michael Jacobi (Vorsitzender des CDU-Stadtverbands) begleitet wurde, von den neu geschaffenen modernen Arbeitsplätzen in der Asperger Straße. Für die derzeit rund 270 hochqualifizierten Beschäftigten, die an der Entwicklung von Bosch-Produkten arbeiten, seien hier hochmoderne Großraumbüros eingerichtet worden. „Die Schreibtische werden nach dem „Shared Desk“-Prinzip nicht mehr persönlich zugewiesen, sondern von mehreren Arbeitnehmern belegt, es gibt geräuschgedämpfte, gläserne Telefonkabinen und separate Besprechungsbereiche“, berichtet die CDU-Delegation. Die alte Fabrikhalle sei zu einer großzügig angelegten „Denkfabrik nach dem Vorbild von Google, Apple und SAP“ verwandelt worden, in der Bosch künftig das „Doppelte oder Dreifache“ an Ingenieuren, Informatikern und Technikern beschäftigen könnte, sagte Gramling.

Für Fabian Gramling, der in seinem früheren Beruf als Wirtschaftsprüfer zahlreiche Betriebe unter die Lupe genommen hat, ist die Entwicklung bei Bosch nur ein Beispiel für viele. „Die Produktion und Fertigung ist inzwischen insbesondere in der Region Stuttgart so teuer, dass die Unternehmen zur Standortoptimierung gezwungen sind“, so der Abgeordnete. Bosch hatte die Umwandlung des Standorts bereits 2016 eingeläutet, als im Zuge der Verlagerung der Pumpenproduktion nach Berlin der Aufbau eines Entwicklungszentrums mit den Arbeitnehmervertretern vereinbart wurde. In Zukunft soll der Fokus in Bietigheim ganz auf Entwicklungsthemen liegen.