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21. September 2020

Sicherheit an öffentlichen Plätzen

Fabian Gramling verschafft sich einen Eindruck in Bietigheim-Bissingen und Marbach

„Nicht erst seit der Stuttgarter Krawallnacht ist das Sicherheitsgefühl vieler Bürgerinnen und Bürger in unserem Land getrübt“, findet der CDU-Landtagsabgeordnete Fabian Gramling. Insbesondere an öffentlichen Plätzen, wie beispielsweise an oder vor Bahnhöfen, würden sich die Menschen immer unsicherer fühlen. Deshalb fordert Gramling jetzt bessere Lichtkonzepte, mehr Videoüberwachung und Streetworker.

Die Zahl der Straftaten sei in den letzten Jahren zwar zurückgegangen, die Art und die Intensität der Gewalt hätten sich aber verändert. Das Sicherheitsempfinden der Bürgerinnen und Bürger müsse Anlass und Motivation für passgenaue Maßnahmen vor Ort sein. Aus diesem Grund hat sich Fabian Gramling mit Siegfried Lorek, Polizeisprecher der CDU-Landtagsfraktion, sowie der Polizei und kommunalen Vertreterinnen und Vertretern vor Ort in Bietigheim-Bissingen und Marbach getroffen, um über Ursachen und Lösungsansätze zu sprechen. Dabei dankte Fabian Gramling zuallererst den Polizeibeamten für Ihre Arbeit: „Sie gehen tagtäglich auf die Straße und stellen sich gefährlichen Situationen, um uns alle zu schützen. Dafür gebührt Ihnen der größte Dank und Respekt! Seien Sie versichert, dass wir immer hinter Ihnen stehen werden.“

Einig war man sich schnell, dass öffentliche Plätze in Städten und Gemeinden durch Lichtkonzepte aufgewertet werden müssen. „Das sorgt auch nach Einbruch der Nacht für angenehme Lichtverhältnisse und verbessert das persönliche Sicherheitsempfinden“, so Gramling. Der CDU-Politiker hält es zudem für unabdingbar, dass die Polizeipräsenz an öffentlichen Plätzen erhöht wird und die Videoüberwachung ausgebaut wird. An Bahnhöfen seien zwar die Bahnhofshalle und Bahnsteige videoüberwacht, der Bahnhofsvorplatz oder andere öffentliche Plätze aber meist nicht. Das hätte datenschutzrechtliche Gründe. Hoffnung mache Fabian Gramling ein derzeit laufendes Projekt in Mannheim. Die sich dort im Test befindende Videoüberwachung arbeitet nicht auf Grundlage einer Gesichtserkennung, sondern ermöglicht eine automatisierte Bildauswertung. Bestimmte Verhaltensmuster, die auf Straftaten hindeuten, werden über entsprechende Algorithmen erkannt und sofort im Lagezentrum der Polizei gemeldet. „Die Polizei kann auf diese Weise schnell und zielgerichtet eingreifen. Darin sehe ich eine echte Chance, um die Sicherheit in unserem Land zu erhöhen – und das nicht nur subjektiv“, lobt Fabian Gramling die intelligente Videoüberwachung.

Doch das sei nicht alles. In vielen Fällen hätte die Unsicherheit der Bürgerinnen und Bürger damit zu tun, dass sich immer mehr Jugendliche und junge Erwachsene abends an öffentlichen Plätzen sammeln, laut Musik hören und dabei Alkohol trinken. Durch die Schließung von Discotheken und Clubs während der Corona-Pandemie hätte sich diese Entwicklung verstärkt. Polizei, Kommunen und Politik waren sich einig, dass ein Alkohol- oder Platzverbot vor Ort das Problem nur verschieben würde. Es brauche präventive Maßnahmen. Streetworker könnten Teil der Lösung sein. „Sie können einfacher und auf einer andere Ebene auf die Jugendlichen zugehen, gefährliche Gemengelagen frühzeitig erkennen und deeskalierend eingreifen“, so Gramling.

Das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger könne man zwar nicht von heute auf morgen verändern. „Doch wir müssen die Ängste und Sorgen der Menschen ernst nehmen und vor Ort sowie im Land Maßnahmen vorantreiben“, fordert Fabian Gramling abschließend.