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30. September 2020

Breitbandausbau im Landkreis Ludwigsburg

Fabian Gramling will Schwerpunkte dort setzen, wo der Markt bislang versagt hat.

Der Zweckverband Kreisbreitband Ludwigsburg (KBL) wurde 2018 mit dem Ziel gegründet, die Glasfaserversorgung der über 544.000 Einwohner und rund 250 Gewerbegebieten im Landkreis Ludwigsburg flächendeckend zu realisieren. Diese Zielsetzung deckt sich mit den Forderungen des CDU-Landtagsabgeordneten Fabian Gramling, der das Gespräch mit dem KBL-Geschäftsführer Viktor Kostic gesucht hat.

Die schnelle und stabile Breitbandversorgung sei zu einem der wichtigsten Standortfaktoren für Unternehmen aber auch für Familien geworden, so Gramling und weiter: „Unsere Wirtschaft mit ihren vielen ‚Hidden Champions‘ sind auf eine zukunftssichere digitale Infrastruktur angewiesen, um weiterhin an der Spitze zu bleiben. Und die Corona-Krise hat zuletzt noch schmerzlich deutlich gemacht, wie wichtig digitale Dienste auch im privaten Bereich geworden sind. Sei es bei der Arbeit im Homeoffice, das Streamen des Lieblingsfilms oder die Videokonferenz mit den Großeltern. Eine gute Breitbandversorgung liegt mir sehr am Herzen.“

Durch den KBL und die Gigabit Region Stuttgart GmbH konnte man die Taktzahl beim Breitbandausbau in den letzten eineinhalb Jahren deutlich erhöhen. Es wurde unter anderem ein Kooperationsrahmenvertrag mit der Deutschen Telekom unterzeichnet, um den partnerschaftlichen Ausbau weiter zu forcieren. Bereits mehrere Kommunen im Landkreis konnten davon profitieren, darunter Besigheim, Bietigheim-Bissingen, Erligheim, Gemmrigheim, Kirchheim, Löchgau, Murr, Pleidelsheim und Steinheim.

Fabian Gramling sehe besonderen Handlungsbedarf in kleineren Teilorten und an den Landkreisgrenzen, die beim Ausbau der Telekom in der Vergangenheit oft nicht berücksichtigt worden sind. Man müsse dort Schwerpunkte setzen, wo der Markt bislang versagt habe. Er begrüße die Gründung kommunaler Zweckverbände wie der KBL, denn vor Ort wisse man am besten „wo der Schuh drückt“. Für die Zukunft wollen KBL und Fabian Gramling in Kontakt bleiben. Man sei sich einig, dass die „weißen Flecken“ der Vergangenheit angehören müssen.

Das Land sei aber nicht untätig und habe in den letzten Jahren einen beträchtlichen Beitrag zum flächendeckenden Breitbandausbau investiert, den der stellvertretende Ministerpräsident und Digitalisierungsminister Thomas Strobl zu einem seiner politischen Schwerpunkte der Legislaturperiode erklärt hat. „Wie nie zuvor investieren wir in die digitale Infrastruktur, mehr als eine Milliarde Euro in dieser Legislaturperiode“, sagt Fabian Gramling. Bereits über 2260 Projekte wurde in den letzten fünf Jahren realisiert und mit über 729 Millionen Euro vom Land unterstützt. Darüber hinaus werden den baden-württembergischen Kommunen zusätzliche Bundesfördermittel in Höhe von 1,5 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt. Dabei hat Baden-Württemberg mit 720 Anträgen von allen Bundesländern bislang die mit Abstand meisten Anträge auf Fördermittel beim Bund gestellt.

Die Bemühungen vor Ort, in den Landkreisen, im Land und im Bund machen sich auch in Zahlen bemerkbar. Inzwischen sind 91,8 Prozent aller Haushalte in Baden-Württemberg mit mindestens 50 Mbit/s versorgt. Das entspricht einer Steigerung in nur fünf Jahren um 20,4 Prozentpunkte.