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4. Dezember 2020

Stabilisierungshilfe Corona für das Hotel- und Gaststättengewerbe im Landkreis gefragt: Bereits 3,1 Millionen Euro vom Land ausbezahlt

Das Hotel- und Gaststättengewerbe durchläuft eine schwierige Zeit. Nach der angeordneten Schließung während des ersten Lockdowns im Frühjahr, bleiben die Betriebe auch für den Rest des Jahres geschlossen. Die Situation sei kritisch, sagt der CDU-Landtagsabgeordnete Fabian Gramling und ergänzt: „Bund und Land ist die schwierige Lage bewusst. Aus diesem Grund haben wir mehrere Hilfspakete geschnürt, um den betroffenen Betrieben schnell und unbürokratisch zu helfen. Im Land war es uns sehr wichtig, dass wir auch auf die besondere Situation im Hotel- und Gaststättengewerbe reagieren“.

Gemeint ist die Stabilisierungshilfe Corona für das Hotel- und Gaststättengewerbe. Eine aktuelle Anfrage des Abgeordneten zeigt, dass das Programm im Landkreis Ludwigsburg gefragt ist. Bislang seien 134 Anträge eingegangen, 119 mit einer Gesamtsumme von 3,1 Millionen Euro bewilligt und ausbezahlt. Landesweit sind circa 51,5 Millionen Euro bewilligt. Anträge können noch bis zum 15. Dezember gestellt werden.

„Die Zahlen zeigen, dass die Stabilisierungshilfe neben der Überbrückungshilfe oder der außerordentlichen Wirtschaftshilfe des Bundes eine wichtige kurzfristige Maßnahme war, um Insolvenzen aufgrund der angeordneten Schließung zu verhindern“, ist Fabian Gramling überzeugt, aber warnt: „Klar muss aber sein, dass der Staat das nicht ewig machen kann.“ Schon vor der Corona-Pandemie habe es beim Hotel- und Gaststättengewerbe Reformbedarf gegeben.  „Damit die Rahmenbedingungen nach der Krise zukunftstauglich werden, müssen wir darüber sprechen, wie wir bürokratische Hürden abbauen und mehr Flexibilität bei der Arbeitszeit ermöglichen können“, fordert Gramling.

Im Zeitraum von Januar bis September 2020 haben 11 Betriebe des Gastgewerbes im Landkreis Ludwigsburg Insolvenz angemeldet. Zwar lässt sich der Statistik nicht entnehmen, aus welchen Gründen die Insolvenz angemeldet worden ist, doch Fabian Gramling ist sich sicher, dass die Situation mit jeder weiteren Woche im Lockdown schwieriger werde. Umso wichtiger sei es, dass die Menschen sich auch an Weihnachten und in der Vorweihnachtszeit verantwortungsvoll verhalten: „Ich finde es richtig, dass die Möglichkeit geschaffen worden ist, das Weihnachtsfest im Kreise von Familie und Freunden zu feiern. Und dennoch ist die Eigenverantwortung eines jeden Einzelnen gefragt. Nicht alles was man darf, muss man auch machen“, so Fabian Gramling. Es brauche weiter Disziplin, um die Fallzahlen schnellstmöglich wieder zu senken und die Zeit bis zum Impfstoff zu überbrücken.