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13. Februar 2021

Frankenbahn: Fabian Gramling irritiert über Aussagen des Verkehrsministers

Der CDU-Landtagsabgeordnete Fabian Gramling zeigt sich irritiert über Aussagen von Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne). Dieser hatte den Regionalbahnen in Baden-Württemberg ein gutes Zeugnis ausgestellt und die anwesenden Journalisten bei einer Online-Pressekonferenz am Montag (08.02.2021) darum gebeten, auf eine differenzierte Berichterstattung zu achten und nicht nur das herauszustellen, was schlecht ist. Doch genau darum gehe es, sagt Fabian Gramling, der sich weiter für die Rücknahme der Streichung von Zughalten auf der Frankenbahn zwischen Heilbronn und Bietigheim-Bissingen einsetzt. Er erinnerte daran, dass der politische Druck auch im vergangenen Jahr dazu geführt habe, dass die Pendlerinnen und Pendler eine Entschädigungszahlung aufgrund der zahlreichen Zugausfälle erhalten haben. Das mache Mut, auch im aktuellen Fall am Ball zu bleiben.

Die öffentlichen Verkehrsmittel würden nicht attraktiver, wenn man „gebetsmühlenartig“ betont, wie wichtig sie seien. „Verkehrsminister Hermann hat es in zehn Jahren nicht geschafft, die Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit der Frankenbahn zu verbessern. Ganz im Gegenteil. Und jetzt streicht er mitten in der Corona-Pandemie mehrere Zughalte zwischen Heilbronn und Bietigheim-Bissingen und will das den leidgeplagten Pendlerinnen und Pendler als Erfolg verkaufen. Dass er Kritik daran nicht hören will, kann ich aus seiner Sicht nachvollziehen. Die Bürgerinnen und Bürger haben es aber verdient, dass man sich der Sache annimmt“, findet Gramling.

Der CDU-Landtagsabgeordnete hatte bereits im November 2020 vor dem Wegfall der Zughalte in Nordheim, Lauffen a.N., Kirchheim a.N., Walheim und Besigheim gewarnt und sich schriftlich und über eine parlamentarische Anfrage an das Verkehrsministerium gewandt. Bis heute beharrt das Verkehrsministerium aber darauf, dass die Änderung richtig sei, weil die Betriebsqualität erhöht werden könne und die Pendlerinnen und Pendler aus Heilbronn schneller in Stuttgart seien. Gramling wolle jedoch nicht aufgeben. Die geringe Zeitersparnis stehe in keinem Verhältnis zur massiven Benachteiligung der vielen Bürgerinnen und Bürger, die jeden Morgen an den Bahnhöfen zwischen Heilbronn und Bietigheim-Bissingen zusteigen würden. Hinzu komme die Gesundheitsgefährdung der Pendlerinnen und Pendler, die sich in überfüllte Zügen dicht an dicht drängen würden.

Erfreut zeigt sich Gramling über die große Unterstützung vieler Bürgerinnen und Bürger und aus der Kommunalpolitik. Bei der Online-Petition, die er mitinitiiert hat, sind inzwischen fast 2800 Unterschriften zusammengekommen. „Die Forderungen liegen auf dem Tisch. Wir brauchen kurzfristig die Wiederaufnahme der Züge in den Fahrplan. Mittelfristig einen zusätzlichen Zug, der zwischen Heilbronn und Bietigheim-Bissingen verkehrt und langfristig eine S-Bahn-Verlängerung über Bietigheim bis nach Lauffen. Wir müssen die Infrastruktur in den nächsten Jahren verbessern und solche Ausbauprojekte vorantreiben“, so Fabian Gramling.